ite/frères en marche

Nr. 3, 2003/3

Tansania

Verzaubert von Afrika   

Liebe ite-Leserinnen und –Leser,

bekanntlich reisten 1921 je sieben Schweizer Kapuziner und Baldegger Schwestern als Missionare und Missionarinnen nach Tansania (das Land hiess damals Tanganjika). Gleichzeitig wurde unser «Missionsbote» gegründet, das Vorläuferorgan des ite. Während Jahrzehnten fanden sich darin praktisch nur Beiträge über Tansania. Inzwischen hat sich die Thematik unserer Hefte geographisch ausgeweitet, so dass wir zur Eine-Welt-Zeitschrift geworden sind.

Darin sollen Tansania und der afrikanische Kontinent nicht vergessen gehen. Wir möchten auch – wie viele andere Medien! – nicht bloss über die drei berüchtigten K berichten: Kriege, Krisen und Katastrophen. Denn Afrika bleibt trotz allem Elend faszinierend. Klaus Töpfer, der ehemalige deutsche Umweltminister und seit vier Jahren Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms mit Sitz in Nairobi, bekennt: «Ich bin verzaubert von der Weite, der Offenheit und der Schönheit der afrikanischen Länder; weil ich beeindruckt bin vom Zusammenhalt in den Familien und Nachbarschaften, von der Bereitschaft, nicht nur zu klagen, sondern konstruktiv zu handeln.» (Zitat aus unserer «Schwesterzeitschrift» «weltweit»)

Die Bilder, welche Stefan Rüde und Raymund Gallati von zwei ite-Leserreisen heimgebracht haben, geben einen kleinen Einblick in die Vielfalt und Buntheit Tansanias. Begleitet werden sie von kurzen literarischen Texten verschiedener afrikanischer Schriftsteller, die uns das Denken der Einheimischen etwas näher bringen. Die zwei Elemente Text und Bild verbinden den Sehgenuss mit Denkanstössen. Wir hoffen, dass beide bei Ihnen gut ankommen.

Herzliche Grüsse:

Walter Ludin, ite-Redaktor

PS. Wir senden Ihnen gerne von der vorliegenden Nummer eine Beige Gratis-Hefte zum Verteilen in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis.

Unsere Fotografen

WLu) Bekanntlich haben wir in den Jahren 2000 und 2002 ite-Leserreisen nach Tansania durchgeführt. Auf die erste Reise habe ich meinen Assistenten Stefan Rüde «delegiert». Da er u.a. damit beschäftigt ist, unser Fotoarchiv à jour zu bringen, war der Aufenthalt in einem Land des Südens für seine Arbeit sehr hilfreich. Raymund Gallati, ehemaliger Tansania-Missionar, konnte auf der zweiten Leserreise u.a. als Übersetzer wirken. Beide haben sehr aussagekräftige Bilder heimgebracht. Als ich sie sah, kam mir der Gedanke, damit eine Nummer zu gestalten, in welcher Fotos im Vordergrund stehen.

Raymund Gallati wurde 1937 in Näfels GL geboren. Mit 24 Jahren wurde er Kapuziner. Nach der Ausbildung als Schriftsetzer arbeitete er zehn Jahren auf den Seychellen als Direktor der diözesanen Druckerei. Es folgten weitere Missionseinsätze in Tansania (vier Jahre) und auf Madagaskar (ein Jahr). 1981 musste er in die Schweiz zurück kehren und auf Wunsch der Obern in Luzern die Druckerei der Provinz leiten. Bruder Raymund ist in der mehr als 400-jährigen Geschichte des Klosters Wesemlin der erste Nichtpriester, der das Amt des Stellvertretenden Klosterobern (»Vikar») ausübt.

Stefan Rüde-Diezemann wurde1956 in Olten geboren. Dort verbrachte er auch seine Kinder- und Jugendjahre. Nach dem Besuch des Seminars in Olten und Solothurn war er 20 Jahre in Rodersdorf als Primarlehrer tätig. Gesundheitliche Gründen führten zu einem Berufswechsel. Seit bald fünf Jahren arbeitet er in der Missionsprokura der Schweizer Kapuziner in Olten für die Missionsinformation, ist Redaktionsassistent für sämtliche Printprodukte und unterstützt den Informatikbereich. Seit 20 Jahren ist er verheiratet und Vater von drei Kindern.