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Mehr Good News – kirchliche Medienarbeit im Fokus   

Das Online-Portal kath.ch

Die Herausforderungen an Medienunternehmen verändern sich laufend. Das erfordert Aufmerksam­keit auch von kirchlicher Seite. Darum werden in drei sprachregionalen Zentren auf Initiative der Schweizer Bischöfe kirchenrelevante Informationen für einen breiten Kreis von Mediennutzenden veröffentlicht.

Redaktionsteam von kath.ch

«Für Sie setzen wir kirchliche Themen ins Bild.» – Das ist das Motto der drei 2015 gegründeten katholischen Medienzentren der Schweiz. Dabei wirkt der Titel «Medienzentrum» bereits etwas antiquiert. Denn wo ist in der Zeit von Snapchat, Instagram, Facebook und vielen anderen Kanälen ein Zentrum in Sachen Kommunikation auszumachen?

Viele Kanäle …

Als Online-Portal sind kath.ch und die Partner-Portale in der Romandie und im Tessin zuerst einmal «im Internet» zu finden. – Die Anführungsstriche sind bewusst gesetzt. Denn Online-Kommunikation erfolgt längst nicht allein durch einen Web-Auftritt. Die Medienzentren sind also herausgefordert, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen.

Wo vor dreissig Jahren das Pfarreiblatt das erste und oft einzige Kommunikationsmittel war, über das Pfarreimitglieder geistige Impulse, Gottesdienstzeiten oder Informationen über Anlässe in der Pfarrei suchten und fanden, muss dasselbe heute über viele unterschiedliche Web-, App- und Social-Media-Kanäle greifbar sein.

… unterschiedliche Sprachen

Das erfordert eine ganz neue Aufmerksamkeit dafür, womit und wie die Leserin, der Nutzer angesprochen werden will. Nach wie vor informieren sich ein grosser Teil der Pfarreiangehörigen über ihr Pfarrei- oder Kirchenblatt. Diese Leserschaft ist der Kirche gegenüber positiv eingestellt und mit einer kirchlich-religiösen Sprache vertraut. Sie wissen was ein Kreuzweg, eine Ordination oder der Römerbrief ist. Diese Gruppe Mediennutzer wird ihre Informationen weiter erhalten. kath.ch stellt – als Nachfolgerin der Presseagentur Kipa (siehe Box) – für Redaktionen kirchlicher Medien täglich aktuelle Inhalte aus der Weltkirche und nationale Meldungen aus der Kirche Schweiz zu Politik, Religion und Gesellschaft zusammen.

Kirchliche Medienarbeit hat aber ebenso die Aufgabe, Menschen anzusprechen, die sich heute auf ganz anderen Kanälen über das Geschehen auf dieser Welt informieren. Auf kath.ch kommen mehr als die Hälfte der Klicks nicht von Leuten, die kath.ch direkt aufrufen, sondern über die Themensuche auf Google und die vom katholischen Medienzentrum bedienten Kanäle Facebook und Twitter.

Schöne Herausforderung

Hier aber gilt es, ganz andere Töne anzuschlagen, eine andere Sprache zu verwenden, um dasselbe auszudrücken, wie es über die altbewährten Printmedien geschieht. «Kurz und einfach» lautet das Motto. Bloss: Wie schreiben Sie zum Thema «Jungfrauengeburt» oder «Apostolische Nachfolge» etwas auf 140 Zeichen?

Das ist nicht unmöglich. Und es ist der Anspruch der katholischen Medienzentren, mit den Inhalten unserer Kirche, unserer Religion dort präsent zu sein, wo es «abgeht». Das ist ein ordentlicher Lernprozess, aber auch eine schöne Herausforderung.

Die drei Medienzentren haben den Auftrag, die frohe Botschaft des christlichen Glaubens so zu verkünden, dass die engagierten Pfarreimitglieder spannende Informationen und neue Impulse finden.

Martin Spilker

 

*Martin Spilker ist Redaktionsleiter von kath.ch, dem Portal des Katholischen Medienzentrums Zürich


Von der Kipa zur kath.ch

Die 1917 gegründete Katholische Internationale Presseagentur (Kipa) wurde Anfang 2015 in das Medienportal kath.ch überführt. Hinter der Agentur stand eine Genossenschaft, die weiterbesteht: Der Schweizerische Katholische Presseverein (skpv.ch) fördert mit seinen rund 700 Mitgliedern verschiedene Engagements für christliche Medien. Hinter den sprachregionalen Katholischen Medienzentren Zürich (kath.ch), Lugano (catt.ch) und Lausanne (cath.ch) stehen eigene Trägervereine.