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Lebendige Gemeinschaften

Heute sind im Senegal neben einheimischen Priestern Missionare aus Frankreich, aus der Schweiz, aus Kamerun und dem Kongo tätig. Das zeigt deutlich, dass die Kirche universell ist und keine Grenzen kennt. Unsere Gläubigen sind gegenüber diesen weltweiten Dimensionen sehr offen. Sie sind glücklich, Zeugen einer multikulturellen Gemeinschaft zu sein.

Pastoralplan

Unsere Diözese hat soeben einen Pastoralplan erstellt. Er entstand in zwei Etappen. Zuerst entstand eine von den Priestern erarbeitete Version. Bei den Begegnungen mit den Gläubigen vor Ort habe ich erfahren, dass diese sich mit dem neuen Plan nicht identifizieren konnten. Deshalb habe ich in einem neuen Anlauf die Gläubigen in den Erarbeitungsprozess eingebunden.

Von den Gläubigen haben wir gelernt, dass man nicht Christin und Christ ist, um vom Bischof, den Priestern und Ordensleuten zu hören, wie die Dinge zu laufen haben. Gemeinsam sind wir dazu berufen, Christinnen und Christen zu sein, entsprechend unserem eigenen Stand: dieser als Priester, jene als verheiratete Frau und ein dritter in einer Ordensgemeinschaft. Eine gemeinsame Identität gibt uns allen die Taufe.

Wir, Bischof und Priester, dürfen nie vergessen, dass wir zum Dienste geweiht sind, zum Dienst am Volk. In diesem Sinne hat uns das Volk Gottes in der Diözese bei der Erarbeitung des Pastoralplanes auf den richtigen Weg gebracht. Nun drückt dieser Plan wirklich die Sorgen der Menschen aus. Diese finden sich darin wieder und identifizieren sich mit den vorgeschlagenen Aktivitäten.

Beziehung zu Christus

Das Ziel unseres Pastoralplans: lebendige christliche Gemeinschaften schaffen mit dem Ziel, die Identität der Glaubenden zu stärken. Zuerst gilt es, die persönliche Beziehung zu Christus zu fördern. Diese soll durch Stillschweigen, Anbetung, Hören des Wortes Gottes und dessen Betrachtung entwickelt werden.

Es versteht sich von selbst, dass die Bildung wesentlich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Bildung wird zugleich durch eine Reihe von Zusammenkünften gemeinschaftlich erfolgen sowie auf persönliche Weise, die es jedem erlaubt, das Wort Gottes zu entdecken. Es ist nötig, dass wir – wie es in Psalm 1 heisst – aus der Quelle (der Bibel) trinken und «einem Baum gleichen, der am Wasser steht; Jahr für Jahr trägt er Frucht, sein Laub bleibt grün und frisch».

Auch soll ein Weg nach innen geöffnet werden durch das Stillschweigen und die innere Sammlung. Diese Wirklichkeiten sind den Afrikanern nicht so sehr vertraut, da sie durch die Sorge um das Überleben absorbiert werden. Aber um verlässliche Christen zu werden, müssen wir auch die Innerlichkeit fördern.

Benjamin Ndaye, Bischof von Kaolack
Übersetzung: Gebhard Kurmann

 

ite2009-4

Missio: Senegal/Islam

ite 2009/4

Die Muslime sind mit uns verwandt
Christliche Minderheit unter Muslimen
Die Moschee