Zusammenwachsen und weitergehen
Am 8. Mai 2026 hatte die Schweizer Kapuzinerprovinz ihr Sonderkapitel. Thema war der Aufbruch in Richtung Deutschland, Österreich, Holland und Belgien, der sogenannten VierLänderProvinz, bald eine FünfLänderProvinz. Die Schweizer Kapuzinerbrüder möchten eine Kustodie der heutigen VierLänderProvinz werden und so gemeinsame Ressourcen besser nutzen. Einstimmig haben sich die Kapitularen der Schweizer Kapuzinerprovinz für diesen Aufbruch ausgesprochen. Nun muss der Generalminister in Rom diesem Aufbruch zustimmen. Der Provinzial der Schweizer Kapuzinerprovinz, Bruder Benno Zünd, sowie der Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Vielrländerprovinz, Bruder Helmut Rakowsky, freuen diese Entwicklungen sehr.
Hier noch der erweiterte Beitrag aus www.kapuziner.org
Schweizer Kapuziner wollen Teil einer Fünf-Länder-Provinz werden
Die Kapuziner in der Schweiz haben auf einem Sonderkapitel im Kapuzinerkloster Wesemlin-Luzern beschlossen, sich als Kustodie der sogenannten Deutschen Kapuzinerprovinz anzuschliessen.
Bisher besteht die deutsche Kapuzinerprovinz aus Kapuziner-Niederlassungen in vier Ländern: Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Österreich. In Zukunft könnte aus der Vier-Länder-Provinz eine Fünf-Länder-Provinz werden: Die 64 Brüder aus fünf Klöstern in der Deutschschweiz und drei Klöstern in der Westschweiz wollen als sogenannte „Kustodie“ Teil der gemeinsamen Provinz in Mitteleuropa werden. Dies beschlossen die Schweizer Brüder am 8. Mai auf einem Sonderkapitel in Luzern.
Dieser Prozess soll nach dem Willen der Schweizer Kapuziner bis zum Jahr 2028 abgeschlossen sein, über die Details wird in Rom von der Ordensleitung entschieden. Eine Kustodie ist eine regionale Organisationseinheit unterhalb der Ordensprovinz, die eine gewisse Selbstständigkeit genießt, in der einige Dinge aber auch zentral in der Provinz entschieden werden.
„Kapuziner sind von ihrer Ordens-DNA her immer in Bewegung“, sagt Br. Helmut Rakowski, Provinzial der deutschen Kapuzinerprovinz mit Hauptsitz in München. „Ich wünsche mir für die Zukunft in einer Fünf-Länder-Provinz ein Hineinfinden in die gemeinsame Sendung als Kapuziner in Europa.“
Benno Zünd, der Provinzial der Kapuziner in der Schweiz, sagt: „Wir Kapuziner müssen und wollen in Zukunft unsere Kräfte bündeln und Verantwortung teilen. Es geht darum, eine regionale Verankerung zu bewahren und gleichzeitig miteinander als franziskanische Ordensmänner die Zukunft des Ordens zu gestalten – in Ausrichtung auf das Evangelium.“
Auf dem letzten Provinzkapitel der Kapuziner der deutschen Provinz in Altötting hatten die Brüder beschlossen, einen neuen Namen für die Provinz zu suchen, die bisher „Deutsche Provinz der Minderen Brüder Kapuziner“ oder alternativ „Deutsche Kapuzinerprovinz“ heißt. Dieser Name entspricht nicht mehr der Realität, da mittlerweile Klöster in vier (und möglicherweise bald fünf) Ländern in der Provinz vereint sind. Einem neuen Namen muss der Generalminister des Ordens zustimmen.